Hilfe in Not, Nachwuchsförderung und Bildungsarbeit

Pressestiftung hilft in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat viele Berufsgruppen hart getroffen. Darunter ist auch die Medienbranche. Besonders stark sind hier die Auswirkungen für freie Journalist*innen. Den meisten von Ihnen sind in kürzester Zeit die Aufträge und damit die Einkünfte fast vollständig weggebrochen. Die staatliche Nothilfe hat über die ersten Schwierigkeiten hinweggeholfen.

Aber die Krise ist bei weiten noch nicht zu Ende. Deshalb hat sich die Pressestiftung entschlossen, einen Corona-Fonds aufzulegen. Es geht darum, vor allem hauptberuflich freien Journalist*innen in Baden-Württemberg, die unter den Folgen der Pandemie leiden, eine finanzielle Überbrückungshilfe zu geben.

Betroffene Journalistinnen und Journalisten können für zunächst drei Monate aus dem Corona-Fonds bis zu 600 Euro im Monat beantragen. Das Geld soll möglichst rasch ohne große Formalitäten ausgezahlt werden, wenn die Antragstellerinnen und Antragsteller ihre Notsituation belegen. Die eingehenden Anträge werden nach dem Grad ihrer Dringlichkeit behandelt und berücksichtigt.

Die Anträge können hier eingereicht werden.

frei

Online-Medienworkshop „Welche Perspektiven bieten die EU-Ratspräsidentschaft und der nächste EU-Haushalt im Südwesten?“

Am 1. Juli 2020 hat Deutschland den Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Welche Bilanz zieht das Bundesfinanzministerium bis jetzt aus der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020? Wie hilft die EU der europäischen Wirtschaft nach dem Corona-Lockdown wieder auf die Beine? Wie unterstützt und berät die EU die mittelständische Wirtschaft im Südwesten?

Über diese und weitere Fragen möchten wir gerne mit Ihnen diskutieren. Wir laden Sie daher herzlich zu dem kostenfreien Online-Medienworkshop „Welche Perspektiven bieten die EU-Ratspräsidentschaft und der nächste EU-Haushalt im Südwesten?“ ein, den wir im Auftrag des Bundespresseamtes und in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar, dem Europe Direct im Regierungspräsidium Karlsruhe sowie der Pressestiftung und LPK Baden-Württemberg durchführen.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick:

Freitag, 25. September 2020, von 9 Uhr bis 12.15 Uhr

Online – den Link zum Workshop und Informationen zu den technischen Voraussetzungen erhalten Sie nach kurzer formloser Anmeldung.

Anmelden können Sie sich gerne bei Kristine Clev, Verband Region Rhein-Neckar, unter kristine.clev@vrrn.de, Tel. 0621 – 10708-222.

Interessenten der Pressestiftung und LPK Baden-Württemberg wenden sich bitte an Rainer Lang, unter pressestiftung@aol.com, Tel. 01575 29 26 350.

Dieser Medienworkshop gehört zur Workshop-Serie „Europa für Regionaljournalistinnen/-journalisten“, die wir in diesem Jahr bundesweit im Auftrag des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung durchführen. Zurzeit finden die Workshops aufgrund der Corona-Pandemie online statt. Es erwarten Sie Kurzvorträge u. a. zur EU-Ratspräsidentschaft, zum EU-Haushalt und zu EU-Hilfen im Rahmen der Corona-Pandemie sowie zur Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft im Südwesten. Außerdem hören Sie einen Bericht aus Brüssel und erhalten wertvolle Tipps für Ihre Recherche nach EU-Themen. Die meiste Zeit ist für Ihre Fragen eingeplant, die Sie wahlweise im Live-Chat oder als Video-Wortmeldung stellen können.

Auf Ihre Fragen freuen sich unter anderem:

  • Christoph Kuhn, Pressesprecher, Bundesministerium der Finanzen
  • Reinhard Hönighaus, Sprecher der Europäischen Kommission in Deutschland
  • Dr. Petra Püchner, Leiterin des Steinbeis-Europa-Zentrums und Europabeauftragte der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg
  • Detlef Drewes, EU-Korrespondent Brüssel

Gerne können Sie diese Einladung auch an weitere interessierte Journalistinnen und Journalisten weiterleiten.

Das Tätigkeitsfeld der Pressestiftung ist seit der Gründung immer breiter geworden

Die Pressestiftung Baden-Württemberg ist im Jahr 2004 ins Leben gerufen worden. Konkreter Anlass war der Wunsch, Journalistinnen und Journalisten sowie deren Hinterbliebene zu unterstützen, die aus persönlichen oder beruflichen Gründen unverschuldet in Not geraten sind aufgrund von Schicksalsschlägen, Krankheit oder Unfällen. Es ging darum, Betroffenen unkompliziert und unbürokratisch von Kollege zu Kollege über eine Krise hinweg zu helfen und ihnen damit auch den beruflichen Neustart zu ermöglichen.

Seit der Gründung der Pressestiftung sind einige Jahre vergangen, und zu den ursprünglichen Zielen und Aufgaben der Pressestiftung Baden-Württemberg sind weitere hinzugekommen. Die Gründerinnen und Gründer haben diese Möglichkeiten schon in der Satzung eröffnet, in der ein breites Tätigkeitsfeld der Stiftung festgelegt worden ist. So hat sich in der vergangenen Jahren der Bereich der Nachwuchsförderung zu einem wichtigen Tätigkeitsfeld entwickelt.

Angesichts der Veränderung der Medienlandschaft gibt die Stiftung auch Impulse für die Fortbildung von Journalistinnen und Journalisten, die Medienerziehung von Jugendlichen sowie die öffentliche Debatte. Angesichts der aktuellen Anfeindungen der Medien wird diese Arbeit immer wichtiger. Die Pressestiftung kann hier als unabhängige Einrichtung handeln und Akzente setzen.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung hat auch in der Medienbranche ihre Spuren hinterlassen. Sobald wichtige Aufträge ausbleiben oder sich gesundheitliche Probleme bemerkbar machen, zeichnet sich heutzutage vor allem für einen freien Journalisten nicht selten bereits der wirtschaftliche Abstieg ab. Auch jüngere Kolleginnen und Kollegen bleiben vom Arbeitsverlust nicht verschont und werden in Extremlagen vom öffentlichen Hilfsnetz nicht aufgefangen.

Einige bekommen deshalb von der Stiftung einen geringfügigen monatlichen Zuschuss zum Lebensunterhalt. Anderen jungen Redakteuren hat die Stiftung den Aufbau einer selbständigen Existenz erleichtert. Besonders älteren bedürftigen Kollegen bietet die Pressestiftung ferner Erholungsmöglichkeiten an. Dieses Hilfsangebot hat gegenwärtig einen Umfang von insgesamt rund 70 000 Euro im Jahr.

Die Pressestiftung Baden-Württemberg ist eine unabhängige Selbsthilfeeinrichtung und speist sich fast ausschließlich aus den Einnahmen, die durch den Landespresseball erzielt werden. Die Veranstaltung wird überwiegend im Ehrenamt organisiert. Die Stiftung hat die Fördertätigkeit und die Veranstaltung des Landespresseballs vom Sozialfonds der Landespresse Baden-Württemberg e.V. übernommen, der aber weiter für dessen Organisation und Durchführung zuständig ist.

Gegründet haben die Stiftung neben der Landespressekonferenz Baden-Württemberg e.V. der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger als weitere Träger- haben die Stiftung im Jahr 2004 gegründet. Die Leitlinien der sozialen Hilfsmaßnahmen legt der jährlich tagende Stiftungsrat fest. Über Zuwendungen entscheidet der dreiköpfige Vorstand nach Prüfung der Einzelfälle. Direkte Spenden und Zuwendungen für die Tombola des Presseballs sind in voller Höhe steuerlich absetzbar, da die Stiftung von Finanzamt Stuttgart-Körperschaften als gemeinnützig anerkannt ist.

Kontakt

Pressestiftung Baden-Württemberg
Rainer Lang
Konrad-Adenauer-Straße 3
70173 Stuttgart
Email: pressestiftung@aol.com
Tel.: 01575 29 26 350

Kontoverbindung:
Baden-Württembergische Bank
IBAN: DE44 6005 0101 7871 5180 30
BIC: Soladest600

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